Samstag, 29. April 2017

Johann Heinrich Zehnbauer (1882-1953) - Dienstzeit im Kaiserreich

Johann Heinrich Zehnbauer war auch bereits vor dem Ersten Weltkrieg Soldat, dies belegen etliche noch vorhandene Bilder, die ihn in Uniform zeigen sowie einige Erinnerungsstücke, die sich noch im Nachlass befinden.

Vom Postkutscher und Landwirt zum Train und zur Munitionskolonne

Sowohl vor als auch nach dem Krieg war er als Landwirt und, da Postbeamter, zugleich auch als Postkutscher in Bensheim tätig. Die Postkutsche als auch das Postpferd waren in den Stallungen hinter dem Wohnhaus der Familie Johann Heinrichs in der Wormser Straße 19 in Bensheim untergebracht. Dies und die Tatsache, dass Johann Heinrich auch in vielen Feldpostbriefen sehr ausführlich über die Unterbringung der Pferde berichtet, zeigt seine Liebe zu den Tieren und könnte eine Begründung für die spätere Verwendung beim Train und bei der Munitionskolonne gewesen sein.

Als Kutscher auf dem Schießplatz Wahn


Daher ist es nicht verwunderlich, dass er bereits während seiner Wehrpflichtzeit als Kutscher auf dem Kutschbock zu sehen ist. Anhand der bestehenden Fotos lässt sich die Wehrpflicht um das Jahr 1905 festlegen. Insbesondere zwei Bilder sind in diesem Zusammenhang interessant, zeigen sie Johann Heinrich Zehnbauer beide Male in Wahn (heute: Köln-Wahn). Hier befand sich sein Bataillon auf dem damals dort befindlichen Truppenübungsplatz in der Wahner Heide[6][7][8]. Neben einem Bild (06_001), welches ihn zusammen mit Offizieren in einer offenen Kutsche zeigt, gibt es auch noch ein Bild (02_001), auf welchem er mit zwei Kameraden bei einer Studioaufnahme bei einem Wahner Fotografen zu sehen ist.

BIAB_NL_Zehnbauer_06_001.jpg, Nachlass Zehnbauer, Bensheim, Johann Heinrich Zehnbauer (auf Kutschbock) auf dem Schießplatz in Wahn (heute: Köln-Wahn) 1905, digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2017 ©


NL_Zehnbauer_02_001.jpg, Nachlass Zehnbauer, Bensheim, Johann Heinrich Zehnbauer (rechts) während seiner Dienstzeit beim Ersatzbataillon Fußartillerie-Regiment Nr. 3 (Mainz), Studioaufnahme mit Kameraden 1905 in Wahn (heute Köln-Wahn) im Rahmen von Schießübungen in der Wahner Heide. digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2017 ©


Zugehörigkeit zu verschiedenen Einheiten - verwirrende Zahlenspiele


Schulterklappe des Fußartillerie Regiments No. 3 aus Mainz - wie auf dem Portrait von Johann Heinrich Zehnbauer 1905 zu erkennen.
Auf einem weiteren Andenken – einer in Glas gefassten handgestickten Erinnerungstafel – befindet sich ein nachkoloriertes Foto von Johann Heinrich Zehnbauer.

Die weißen Schulterklappen tragen eine rote „3“, die Knöpfe wurden in Gold hervorgehoben und die Kante der Knopfreihe in rot nachgezogen. Das in dieser Erinnerungstafel genutzte Bild taucht auch als Einzelbild auf (NL-Zehnbauer_006).

Links eine Darstellung der Schulterklappe wie auf dem Portraitbild zu sehen.
NL_Zehnbauer_006.jpg, Nachlass Johann Heinrich Zehnbauer, Bensheim, Johann Heinrich Zehnbauer (09.02.1882 - 21.11.1953) aus Bensheim während seiner Dienstzeit beim Ersatzbataillon Fußartillerie-Regiment Nr. 3 in Mainz 1903-1905. Vermutlich wechselte er vom Großherzoglich Hessischen Train Bataillon No. 18 Darmstadt, welches die Bespannungs-Abteilungen für die Fußartillerie stellte, zum Ersatzbataillon Fußartillerie-Regiment Nr. 3, welches am 9. September 1914 mit der Mobilmachung der Reserve-Fußartillerie Batterie 22 beauftragt wurde, mit welchem Johann Heinrich Zehnbauer in den Ersten Weltkrieg zog. (Vorder- und Rückseite des Bildes; 10,5 x 6,5 cm). digitalisiert Frank-Egon Stoll-Berberich 2017

Schulterklappe des Fußartillerie Regiments No. 3 aus Mainz - wie auf dem Schild des Reservistentreffens (Masurisches Fußartillerie Regiment No. 22) zu sehen.
Die Zahl „3“, zusammen mit der Zahl „22“, taucht auch auf einem Foto eines Reservistentreffens in Mainz in den 1930er Jahren auf (NLJS_00043).

Das Schild trägt neben dem Motto „Zu gleich“ auch eine Darstellung einer Schulterklappe, die zwei gekreuzte einflammige große Langgranaten und eine darunter befindliche Regimentszahl zeigt. Im Gegensatz zu der Schulterklappe im Bild vom 24.12.1917 (05_001), die die Zahl „22“ zeigt, ist auf dem Schild die Zahl „3“ zu erkennen, die auf den Ursprung des Regiments, dem Ersatzbataillon Fußartillerie-Regiment Nr. 3 zurückzuführen ist.

BIAB_NLJS_00043.jpg; Nachlass Zehnbauer, Bensheim Johann Heinrich Zehnbauer (s. Kreuz) bei einem Kameradschaftstreffen des Fußartillerie Regiments Nr. 22 in den 1930er Jahren in Mainz. Das Schild zeigt neben "Rgt.22" zwei gekreuzte einflammige große Langgranaten des Ersatzbataillons Fußartillerie-Regiment Nr. 3.; digitalisiert: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017


Bei der Bestimmung der Einheiten, bei denen Johann Heinrich Zehnbauer gedient hat, kommt es zu einer interessanten Überschneidung bzw. anscheinenden Unstimmigkeit. Eines der Erinnerungsstücke, nicht untypisch für Wehrpflichtige bzw. Reservisten, ist ein Pfeifenkopf aus Porzellan, der an die Dienstzeit erinnert. Dieser trägt den Namen „Zehnbauer“ und weist auf der Rückseite das „Großherzoglich Hessische Train Bataillon No. 18 Darmstadt“ aus, bei dem Reservist Zehnbauer von „1903/05“ die für Trains verpflichtende zweijährige Dienstzeit ableistete, so der Text des Pfeifenkopfes. Der genannte Zeitraum deckt sich mit den Bildern, die von Johann Heinrich Zehnbauer existieren und die ihn in Wahn auf dem Schießplatz zeigen. Auch Trains und andere Waffengattungen übten in Wahn, obwohl der Übungsplatz seit 1889 nur noch als Fußartillerie-Schießplatz dienen sollte[2].

BIAB_NL_Zehnbauer_0005.jpg, Nachlass Zehnbauer, Bensheim; Pfeifenkopf aus Porzellan; Reservist Johann Heinrich Zehnbauer, Dienstzeit 1903/1905; Aufschrift Vorderseite: Reserv. Zehnbauer; Rückseite: "Brüder stost die Gläser an Hoch lebe der Reservemann", Im Andenken an meine Dienst bei der 3. Comp Großh. Hess Train Batl No 18 Darmstadt 1903/1905, Res Beck, Bokland, Brandt, Berghausen, Dörr, Erbenich, Flörß, Ganzert, Gilsdorf, Hohl, Jundt, Jürgen, Janson, Lenz, Lukas, Müller, Munz, Opfer, Reisinger, Rettig, Riedmüller, Schott, Willand, Zehnbauer, E Jr. Büchlet, Ermań, Neuhäuser, Sichel, Schweikert, Ritter v. Wächter; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2017 ©


Eine Begründung für die Vielzahl der „Nummern“, also der Einheiten, scheint zum einen die weitere Verwendung innerhalb der Einheiten und zum anderen die stetige Umstrukturierung der Armee gewesen zu sein. So lieferte das Großherzoglich Hessische Train-Bataillon Nr. 18 die für die Fußartillerie und technischen Truppen bestimmten Bespannungs-Abteilungen[3], somit möglicherweise auch für das in Mainz beheimatete Ersatzbataillon Fußartillerie-Regiment Nr. 3 welches am 9. September 1914 mit der Mobilmachung der Reserve-Fußartillerie Batterie 22 beauftragt[4] wurde. Dieses bildete somit die Basis für das spätere Masurische Fußartillerie Regiment Nr. 22. In Zusammenhang mit dem genannten Fußartillerie-Regiment 3 ist auch der Truppenübungsplatz Wahn zu nennen, der vor 1914 von selbigem genutzt wurde[5].

So scheint die Zugehörigkeit zum Fußartillerie-Regiment 3 (Mainz) und der daraus entstandenen Reserve-Fußartillerie Batterie 22 inklusive der daraus folgenden Einheiten anhand der noch existierenden Erinnerungsstücke gesichert, die Zugehörigkeit zum Train erschließt sich allerdings nicht ganz, ließe sich also nur durch die Zuteilung der Bespannungs-Einheiten zur Fußartillerie begründen.


Ein Eisernes Kreuz II - eines von über 5.000.000

Ein im Nachlass vorliegendes Eiserne Kreuz II, allerdings ohne Ringöse, konnte anhand der Bilder, die nur das Band an der Uniform zeigen, ebenfalls Johann Heinrich zugeordnet werden. Der Anlass und das genaue Datum der Verleihung ließen sich nicht mehr feststellen, wobei anzumerken ist, dass das EK II zwischen 1914-1918 über 5 Millionen Mal verliehen wurde[1] und in der Chronik des Regiments nur Träger des EK I namentlich erwähnt wurden. Ein besonderer Grund zur Verleihung scheint somit nicht vorzuliegen.

Persönliche Dokumente, wie zum Beispiel ein Wehrpass oder Einberufungsbefehle, die diesen Werdegang und die Zusammenhänge belegen oder genauere Aufschlüsse liefern, liegen nicht vor.



[1] Wernitz, F. (2013): Das Eiserne Kreuz 1813–1870–1914, In: Ansgar Reiß (Hrsg.): Geschichte und Bedeutung einer Auszeichnung, Kataloge des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt, Band 11, Wien, Seite 402.
[2] Huck, J. (1969): Der Truppenübungsplatz 1817-1945, In: Heimatverein Porz e.V.: Unser Porz – Beiträge zur Geschichte von Amt und Stadt Porz, Heft 11: Die Garnison, Porz, Seite 24f. 
[3] http://wiki-de.genealogy.net/TrA_18 (besucht am 06.04.2017)
[4] Filtzinger, Ph. (1933): Masurisches Fussartillerie Regiment Nr. 22, Bochum, Seite 1.
[5] Huck, J. (1969): Seite 24
[6] http://www.porz-am-rhein.de/potrup.html (besucht am 06.04.2017)
[7] https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-65489-20130516-2 (besucht am 06.04.2017)
[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fplatz_Wahn (besucht am 06.04.2017)


© Frank-Egon Stoll-Berberich, 2017, Alle Rechte vorbehalten.

Samstag, 8. April 2017

Der Krieg ist aus... Gefreiter Jakob Seeger verstirbt 24 Tage nach Kriegsende in der Ukraine kurz vor seiner Heimkehr...

Am 5. Dezember 1918, 24 Tage nach Kriegsende und kurz vor der Rückkehr in die Heimat, verstirbt Gefreiter Jakob Seeger in Russland. Er erkrankte und verstarb an einer Lungenentzündung. Er wird in Russland beigesetzt und seine Familie erhält vom zuständigen Militärpfarrer ein persönliches und ausführliches Begleitschreiben.

In der Heimat werden die Freunde und Angehörigen über eine entsprechende Traueranzeige informiert.

Der Text des Briefes lautet:
Im Felde, 9. Dezember 1918
Liebe Frau Seeger! Von einem großen, schmerzlichen Schicksalsschlag sind Sie betroffen worden. Ihr herzensguter Mann ist kurz vor der Rückberufung aus dem Felde gestorben, und er hinterläßt nun eine tiefbetrübte Witwe und das liebe Kind. Es wird für Sie, nachdem Sie durch den langen Krieg all die Jahre hindurch getrennt waren und nun sich schon herzlichst auf eine Heimkehr freuten, ein schmerzliches Kreuz und Last zu tragen sein, daß es jetzt noch bei Kriegsende so ganz anders gekommen ist und Gott ihren lieben Mann abberufen hat. Ich kann Ihnen nur herzlichst wünschen, daß er, der Sie so gebeugt hat in Ihrer Trübsal, Ihnen auch die Kraft geben möge, sich wieder aufzurichten und mutig den Kampf des Lebens anzutreten, wenn er auch nun ohne den Gatten und treuen Lebensgefährten geschehen muß. Sie haben ja von ihm das Kind, werden in ihm stets das Abbild des Heimgegangenen sehen, und das wird Ihnen gewiß die Sorge um das Kind und seine Erziehung zu einem tüchtigen, wakeren Menschen erleichtern können.
Die Beerdigung, wobei noch 2 andere deutsche Kameraden zur letzten irdischen Ruhe getragen wurden, fand in feierlicher, würdiger Weise im Beisein der Kameraden und Offiziere statt. Auch Musik war zugegen. Die Worte über den Bibelspruch: "Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Lukas 10,20, die ich in der Grabrede ihrem Mann widmete, sind folgendermaßen: ----- und nun ein letztes Wort über euren Kameraden Jakob Seeger. Mit seinem Namen klingt das hohe Lied der [deutsche] Treue in euer Ohr hinein. Treu fast 4 Kriegsjahre hindurch, nämlich seit Weihnachten 1914 war er seinem Herrn, der jetzt an seinem Grab nur in tiefem Schmerz und in herzlicher Dankbarkeit ihm das letzte Lebewohl sagt. Denn die Treue eines so lieben und wunderbaren Lebensgefährten, eines so schlichten, ehrlichen warmherzigen Menschen - erwiesen und bewährt in Freud und Leid, in so langen bittren Jahren, wie sie dieser Krieg gebracht hat - kann man nicht vergessen; sondern solche Treue steigt leuchtend, so wie ein Heiligtum vor der Seele auf, wenn man sie zu Grabe tragen muß.
Nur um solche Treue, die nun den letzten Herzschlag getan, trauern zu Hause gleichfalls und mit tiefem, heißem Schmerz die Gattin und das Kind, die der jung verheiratete Mann hinterläßt. Noch an seinem Todestage, dem 5. Dezember, als der Kranke sich für Augenblicke wohl und gehobener fühlte und mit seinem Hauptmann sprach, der ihn im Lazarett besuchte - da freute er sich, daß er nun bald in seine Heimat und zu seiner Familie gehen würde. Gott hat es anders bestimmt gehabt. Seine schöne Heimat, das Hessenland, ließ er ihn eintauschen, so hoffen wir, gegen eine andere Heimat, die noch schöner ist: das Himmelreich. Wir rufen ihm noch als unseren letzten Gruß das Bibelwort, das auch an den beiden anderen Entschlafenen zur Wahrheit werden möge: "Freut euch, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind." Seine Familie aber zu Hause und sein Hauptmann und seine nächsten Kameraden, die ihm noch tiefer ins Herz gesehen und ihn ganz verstanden haben, die mögen denken noch an ein anderes Bibelwort, das [...] auf den Entschlafenen ist und das uns selber, den Lebenden, zur Mahnung dienen soll, es ist das Wort: "Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." Amen.
In herzlicher Teilnahme 
Erdmann Felddivisonspfarrer
den Brief von Hauptmann L lege ich bei.
Brief transkribiert durch Frank Stoll-Berberich, Stand: 13.03.2017.

BIAB_HBS_0016.jpg, Brief zur Verfügung gestellt von Hans Bernhard Schober, Zusammengestellt und transkribiert von Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.



Die Traueranzeige, vermutlich aus dem Bergsträßer Anzeigeblatt, lautete wie folgt:


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Samstag, 1. April 2017

...übersenden wir Ihnen den Nachlass ihres Mannes: 1 Taschenuhr mit Kette,... 1 Trauring...

Bereits einen Tag nach dem Tode Jakob Seegers (1887-1918), also am 6. Dezember 1918, sieht sich der zuständige Stabs- und gleichzeitige Chefarzt des Ortslazaretts der Sanitätskompagnie 238 dazu veranlasst, der Witwe Seegers einen ausführlichen Brief über die genauen Todesumstände und den Verlauf der Beisetzung zu schreiben. Pflichtgemäß erhält sie zudem eine Auflistung der im Lazarett verwahrten Gegenstände Seegers, die ihr auf dem Postwege - einschließlich des Geldbetrages von 44,60 Mark - zugesandt werden. Der Inhalt des Briefes lautet: 

Im Felde, den 6. Dezember 1918
Sehr geehrte Frau!
Das Ortslazarett der Sanitäts-Kompagnie 238 erfüllt hiermit die Pflicht, Ihnen die traurige Nachricht zukommen zu lassen, daß Ihr Mann der Gefreite Jakob Seeger von dem Militär Güter- und Paketamt 203 am 5. Dezember 1918 nachmittags 6 Uhr 15 Minuten an Lungenentzündung verstorben ist.
Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Soldaten-Ehrenfriedhofe 2 [klein] südlich des Ortes Nowo-Bjelitza bei Gomel (Ukraine) links von der Chausee hinter dem russischen Lazareth.
Die Bestattung erfolgte in gebührender Weise in einem Holzsarge im Einzelgrab im Beisein seiner Kameraden. Der Divisionspfarrer hielt die Rede.
Die Krankheit war so schwerer Art, daß das Leben leider nicht mehr erhalten werden konnte. Es wurde alles aufgeboten, seine letzten Stunden so leicht als möglich zu gestalten.
Beigeschlossen übersendet das Lazarett den bei Ihrem verstorbenem Mann vorgefundenen Nachlaß: 1 Taschenuhr mit Kette, 1 Brieftasche , 1 Trauring, 1 Notizbuch, 2 Rasiermesser, 1 Rasierpinsel, 1 Kamm, 1 Streifriemen, 1 Abziehstein, 2 Paar Strümpfe, 1 Taschentuch und eine Börse mit Mk. 44,60. - welche per Postanweisung übersandt werden. Zudem Ihnen das Lazarett zu dem schweren Verlust, den Sie erlitten haben, das innigste Beileid ausdrückt bin ich mit vorzüglicher Hochachtung Ihr sehr ergebener  
Dr. [...] Stabsarzt und Feldarzt

BIAB_HBS_0017.jpg Brief an Frau Maria Seegers aus Auerbach (heute Bensheim-Auerbach) vom Stabsarzt der Sanitätskompagnie 238 vom 6. Dezember 1918. Brief zur Verfügung gestellt durch Hans Bernhard Schober, Zusammengestellt und transkribiert von Frank-Egon Stoll-Berberich 2017



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